Immer mehr Landwirtschaftsfläche verschwindet
09.09.2010 - (lid) – In der Schweiz entstand in den letzten zwölf Jahren immer mehr Siedlungsgebiet. Der Zuwachs geht vor allem auf Kosten der landwirtschaftlichen Flächen. Der Schweizerische Bauernverband (SBV) fordert daher einen besseren Schutz des landwirtschaftlichen Kulturlandes.
Die Tendenz der Zunahme von Siedlungsgebieten geht aus Teilergebnissen der neuen Arealstatistik des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor. Bisher liegen Ergebnisse aus 16 Kantonen vor. Hochgerechnet auf die gesamte Schweiz nahm die Siedlungsfläche in den letzten zwölf Jahren um 264 Quadratkilometer zu. Dies entspricht beinahe der Grösse des Kantons Nidwalden.
Die neuen Siedlungsflächen waren zuvor zu 39 Prozent Ackerland, zu 28 Prozent Naturwiesen, zu 13 Prozent Obst-, Reb- oder Gartenbau und zu 9 Prozent Weiden. In den vergangenen 24 Jahren nahm die Landwirtschaftsfläche durchschnittlich um 17,5 Quadratkilometer pro Jahr ab. Die Abnahme verlangsamte sich aber zwischen 1994 und 2006 auf 14,2 Quadratkilometer pro Jahr, während sie zwischen 1982 und 1994 noch 20,8 Quadratkilometer betragen hatte. Innerhalb der landwirtschaftlichen Flächen zeigt sich, dass Weidegebiet auf Kosten von Ackerland zugenommen hat.
Der SBV fordert in einer Medienmitteilung, dass das Parlament bei der Beratung des Raumplanungsgesetzes in der Herbstsession den Schutz des Kulturlandes verankert. Es sei höchste Zeit ein Zeichen zu setzen und den fruchtbaren Boden besser zu schützen.
