Bauernverband unterstützt Verlängerung des Gentech-Moratoriums
11.06.2008 - (lid) – Der Schweizerische Bauernverband unterstützt das Ansinnen des Bundesrates, das Gentech-Moratorium um drei Jahre zu verlängern.
Das Nationale Forschungsprogramm NFP 59 werde bis zum Ablauf des fünfjährigen Moratoriums keine definitiven Resultate liefern können. Eine Verlängerung gebe der Forschung innerhalb und ausserhalb des NFP Zeit, "die anstehenden Fragen in Ruhe zu untersuchen." Es sei auch nicht zu erwarten, dass die gentechkritische Stimmung bei den Konsumenten sich bis in zwei Jahren ändere, schreibt der Bauernverband in einer Medienmitteilung.
Der Bauernverband hat zwecks Evaluation des NFP gemeinsam mit der Schweizerischern Arbeitsgruppe Gentechnologie 40 Fragebogen an praktizierende Landwirte mit Kenntnissen in der Gentechnik verschickt. Dabei sei man zum Schluss gekommen, dass sich die Schwerpunkte des NFP zu einem grossen Teil nicht mit den Prioritäten der befragten Experten deckten. Beispielsweise sähen die Umfrageteilnehmer den grössten Handlungsbedarf bei den Kartoffeln, während Weizen, der im NFP eine wichtige Rolle einnimmt, erst an dritter Stelle komme. Innerhalb der Kultur Weizen stehe der untersuchte Mehltau erst an vierter Stelle. Für die Landwirte wichtig sei hingegen die Untersuchung von Kosten und Nutzen der Koexistenz oder das Verhalten der Konsumenten gegenüber einem Lebensmittel mit gentechnisch veränderten Zutaten.
