Schweizer Landwirtschaft -

WISSEN

Fische

Neben Kühen, Schweinen, Ziegen, Hühnern, Schafen, Pferden und Lamas gehören auch die Fische zu den landwirtschaftlichen Nutztieren. Die Fischerei ist neben der Land- und Forstwirtschaft der dritte Bestandteil des Primärsektors. In der Schweiz spielt die Fischerei und die Fischzucht jedoch eine untergeordnete Rolle. Im Jahr 2010 machte der Anteil unter 1% des vom Primärsektor erwirtschafteten Produktionswertes (10.3 Milliarden Franken) aus.

Pro Jahr werden in der Schweiz rund 70'000 Tonnen Fisch verspiesen, davon kommen gut 2'000 Tonnen aus der Inlandproduktion. Dies entspricht einem Konsum von rund 8kg pro Kopf und Jahr. Für die Landwirtschaft ist die Fischzucht ein Nischenprodukt. Der Markt für Schweizer Fisch hat durchaus Potential. Mit den neu aufgekommenen Keislaufanlagen können Fische an beliebigen Standorten und mit nur geringem Wasserverbrauch ökologisch sinnvoll gezüchtet werden. Neben den Kreislaufanlagen sind noch verschiedenste andere Anlagen im Einsatz: Von der Extensivhaltung in Weihern, über Durchflussanalgen bis zu Netzkäfigen in Seen. Nicht alle Fische können in der Zucht reproduziert werden. Bei Forellen oder Karpfen zum Besipiel ist dies aber möglich. Neben der Zucht wird auch in Schweizer Seen und Gewässern gefischt. Die wichtigste Fischart ist der Felchen. Über 1'000 Tonnen Felchen wurden im Jahr 2010 gefischt. Beim Barsch, der zweitwichtigsten Fischart, beläuft es sich auf knapp 285 Tonnen. Gesamthaft wurden so im Jahr 2010 gut 1650 Tonnen Fische aus den Schweizer Seen gezogen. Der Bodensee ist vor dem Neuenburgersee weitaus die wichtigste Fischereistätte.

 

Suche