Schweizer Landwirtschaft -

WISSEN

Weitere Rindviehrassen

 

Milchproduktion

Jersey

Das Jersey-Rind kommt ursprünglich von der Ärmelkanalinsel Jersey. Heute findet man diese Rasse auf der ganzen Welt. In der Schweiz jedoch erst seit 1995. Davor war der Import wegen dem Tierzuchtgesetz verboten. Wird die Milch nicht nach Kilogramm, sondern nach Inhaltstoffen bezahlt, so ist die Jersey die wirtschaftlichste Kuh der Welt.

Mutterkuhhaltung

Eringer

Die Eringer erbringen unter schwierigen Bedingungen, wie etwa auf Hochalpenweiden, gute Leistungen. Gehalten werden diese Tiere fast ausschliesslich im Wallis. Bekannt ist die Gebirgsrasse vor allem wegen den traditionsreichen Walliser Kuhkämpfen – Combats de reine.

Limousin

Die Limousin-Rasse stammt aus Frankreich, ist heute jedoch weltweit verbreitet. Vor 1900 wurden die Limousin als Arbeitstiere eingesetzt. Danach wurde sie zu einer beliebten Mutterkuhrasse.

Highland Cattle (Schottisches Hochlandrind)

Das Hochlandrind ist eine der ältesten Rinderrassen der Welt und stammt aus Schottland. Das Hochlandrind wird seit 200 Jahren in seiner ursprünglichen Form gezüchtet. Die Tiere dieser Rasse sind sehr robust und können während dem ganzen Jahr im Freien gehalten werden. Bei der Fütterung sind sie sehr anspruchslos. Das Fleisch dieser Tiere ist qualitativ sehr hochwertig. Es ist feinfasrig und cholesterinarm.

Galloway

Die Gallowayrinder-Rasse wird bereits 280 vor unserer Zeitrechnung in Dichtungen erwähnt. Die Römer liebten das Fleisch der schwarzen Kühe. In der Schweiz werden die Tiere seit Beginn der achtziger Jahre gehalten. Das Gallowayrind ist im Vergleich zu anderen Rassen eher klein und leicht. Die Tiere sind stark behaart und kommen meist hornlos zur Welt. Die Gallowayrinder sind robust und widerstandsfähig, genügsam, leichtkalbig, fruchtbar und langlebig. Die weiblichen Tiere besitzen einen ausgeprägten Mutterinstinkt.

Hinterwälder

Die Hinterwälder sind die kleinste Rinderrasse in Mitteleuropa. Die Tiere sind sehr widerstandsfähig und besonders langlebig. Dank ihres geringen Gewichtes, ihrer Beweglichkeit und der sehr harten Klauen können diese Tiere auf steilsten Hanglagen weiden, ohne Tritt- und Erosionsschäden zu verursachen. Somit haben die Hinterwälder als Landschaftspfleger eine besondere Bedeutung.

Es wird angenommen, dass die Hinterwälderrasse aus einer Kreuzung zwischen dem Keltenrind und einer Rasse hervorgegangen ist, den die Alemannen bei der Völkerwanderung mitbrachten. Heute findet man die Hinterwälder fast nur noch im Schwarzwald. Die Rasse ist vom Aussterben bedroht.

Grauvieh

Das Grauvieh stammt ursprünglich aus dem Albulatal. Die Tiere sind kleiner und widerstandfähiger als die modernen Rinderrassen. Durch ihre Trittsicherheit und ihr geringes Gewicht sind sie zur Beweidung von steilen Alpweiden besonders geeignet. Die Grauviehrasse ist eine Doppelnutzungsrasse für Milch und Fleisch. Ihr Fleisch gilt als besonders feinfasrig.