Huhn
In der Schweiz gackern rund 8.75 Millionen Hühner. Knapp 2.5 Millionen Legehennen sorgen jährlich für mehr als 750 Millionen Eier. Pro Kopf und Jahr werden durchschnittlich 185 Eier und etwa 10 Kilogramm Pouletfleisch konsumiert. Dabei stammt nur jedes zweite Ei und weniger als jedes zweite Poulet aus dem Inland. Die restlichen Mengen werden aus dem Ausland eingeführt, wo sie in der Regel billiger produziert und zu haben sind als in der Schweiz. Die wichtigsten Herkunftsländer sind China, Frankreich, Deutschland, Ungarn und Brasilien.
Legehennen werden in der Schweiz zumeist auf einigen wenigen spezialisierten Eierproduktions- und Pouletmastbetrieben gehalten. Heute gibt es in der Schweiz rund 13'500 Nutzhühnerhalter. Der grösste Teil der Schweizer Poulets stammt von Betrieben, die Poulets in Hallen mit 5'000 bis 12'000 Tieren halten. Anderseits gibt es nach wie vor auf vielen Bauernbetrieben Hühner zur Selbstversorgung und zum Kleinhandel mit Eiern.
Hühnerrassen
Heute gibt es in der Schweiz nicht weniger als 89 anerkannte Gross-Rassen und 58 Zwerg-Rassen. Diese Rassen werden aber nur noch als Hobby gezüchtet. All diese Rassen stammen vom ostasiatischen Dschungelhuhn ab. Früher hielten die Bauern für die Eier- und Geflügelproduktion Rassen mit Namen wie "Weisses Leghorn", "Rebhuhnfarbiger Italiener" oder "Appenzeller Barthuhn". Heute arbeiten die Profis mit Kreuzungstieren, sogenannten Hybriden, die zumeist aus ausländischen Kükenzuchten stammen.
In der Geflügelzucht wird zwischen Legelinien für die Eierproduktion und den Mastlinien für die Fleischproduktion unterschieden. Die Leistung eines Masthuhns ist erstaunlich: Ein Küken von 40 Gramm wächst innerhalb von fünf Wochen zu einem zwei Kilogramm schweren Poulet heran. Um ein Kilogramm Körpergewicht zuzulegen, frisst ein Poulet 1,8 Kilogramm Futter. Dies ist deutlich weniger als alle anderen Nutztiere.

