Anbau, Pflege, Ernte
Anbau
Hopfen ist eine mehrjährige Kultur, die rund ein viertel Jahrhundert am gleichen Ort bleibt. Damit Hopfen optimal gedeiht, braucht es tiefgründige Böden mit sandigem Lehm oder lehmigem Sand). Pro Hektare werden etwa 200 Pflanzen gepflanzt. Die heute verwendeten Zuchtsorten weisen eine hohe natürliche Krankheits- und Schädlingsresistenz sowie einen sehr guten Brauwert auf (www.hopfentropfen.ch). Frische Hopfenpflanzen werde Ende März in dem sogenannten Hopfengarten gesetzt. Mehrjährige Pflanzen werden zur gleichen Zeit zurückgeschnitten.
Pflege
Da der Hopfen eine Kletterpflanze ist, werden Drähte gespannt, woran sich die Pflanze hochwinden kann. Pro Hopfenstock werden zwei Triebe wachsen gelassen. Die restlichen werden abgeschnitten, damit den eigentlichen „Rebstöcken“ genügend Nährstoffe zur Verfügung stehen. Wenn der Hopfen eine Höhe von rund einem Meter erreicht hat, werden Blätter entfernt. Dies dient der Abwehr von Krankheiten und Schädlingen.
Je nach Wachstumsstadium stellt Hopfen unterschiedliche Anforderungen an das Klima. Während es zwischen Ende März und Mitte April trocken und warm sein sollte, liebt es die Hopfe im Mai kühl und regenreich. Ab Mitte Juni bis im Juli, zur Zeit der Doldenbildung, ist viel Wärme erwünscht. Kühle, niederschlagsreiche Sommer führen zu höheren Erträgen als heisse, trockene (www.hopfentropfen.ch).
Ernte
Geerntet wird die zu diesem Zeitpunkt acht Meter hohe Pflanze Ende August bis Mitte September. Sind die Dolden der weiblichen Pflanze reif, wird der Hopfen knapp über dem Boden abgeschnitten und die Dolden werden gepflückt. Nach der Ernte werden die Dolden in einem Ofen getrocknet. Durchschnittlich liegt der Ertrag pro Hektare bei 2‘000 Kilogramm getrocknetem Hopfen.
Der Anbau von Hopfen ist ein sehr kostspieliges und zeitaufwändiges Unterfangen. Pro Hektare muss mit einem Arbeitsaufwand von 250 bis 300 Stunden gerechnet werden. Die speziellen Maschinen, die Arbeitskräfte sowie die notwendigen Materialen verursachen pro 50 Kilogramm geerntetem Hopfen Kosten zwischen 550 und 650 Franken