Allgemeines zum Rebbau
Die Weinrebe gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt. In Vorderasien werden die Reben bereits seit 6'000 Jahre vor Christus angebaut um Wein herzustellen. Im antiken Griechenland und im Römischen Reich wurde Wein jedoch nur stark verdünnt genossen. Die Römer brachten die Reben nach Westeuropa. Zahlreiche Funde belegen, dass römische Legionäre die Reben über die Alpenpässe auch in de Schweiz brachten. Wegen den unterschiedlichen klimatischen Bedingungen entwickelten sich in Europa sehr viele verschiedene Rebsorten, die durch Züchtungen weiterentwickelt wurden.
Die Weinrebe gehört zur Familie der Lianen. Sie ist eine Pflanze der gemässigten Klimazone. Die besten Bedingungen für den Rebbau findet man im Mittelmeerraum, wo mehr als die Hälfte des Weltweinbaus stattfindet. In Westeuropa wachsen die Reben vor allem in der Nähe von Seen, wo das Klima eher mild ist.
Aus den Trauben kann aber nicht bloss Wein hergestellt werden. So kann aus den Pressrückständen, auch Tresten genannt, der aus Italien stammende Grappa hergestellt werden. Der Saft der Trauben kann neben Wein auch noch zu Traubensaft, Sekt, Essig und Weinbrand verarbeitet werden. Aus den Trauben selbst werden zudem die Rosinen (Weinbeeren) gewonnen. Und nicht zu vergessen ist die Verwendung der Beeren als Tafeltrauben. In der Schweiz werden Tafeltrauben nur in kleinen Mengen produziert. Um den Bedarf abzudecken, werden grosse Mengen an Tafeltrauben importiert.

