Anbau, Pflege, Ernte
Anbau
Idealerweise wird Raps nach Getreide, Kartoffeln oder Grünbrache angebaut. Die Saat erfolgt zwischen Ende August und Mitte September. Bevor gesät werden kann, muss das Saatbett bereitet werden. raps braucht ein relativ feines Saatbett ohne Bodenverdichtung. Der Boden muss nicht zwingend gepflügt werden. Pro Quadratmeter werden rund 80 Körner gesät.
Pflege
Raps ist ein hervorragender Verwerter von Hofdünger. Wird das Feld vor der Saat gepflügt, eignet sich Mist sehr gut als Grunddünger. Im Frühjahr wird zudem Gülle auf das Rapsfeld gebracht. Durch das Düngen mit Mist und Gülle kann der hohe Schwefelbedarf von Raps gedeckt werden. Ist kein oder zuwenig Hofdünger vorhanden, müssen schwefelhaltige Düngemittel zugekauft werden. Der grösste Feind von Raps ist die Schnecke. Sie kann bereits während der Keimung einen Totalschaden verursachen. Entsprechend sorgfältig muss der Bauer sein Feld kontrollieren.
Ernte
Raps wird Mitte Juli geerntet. Da die Schoten und damit die Körner ungleichmässig ausreifen, gibt es nicht den richtigen Zeitpunkt für die Ernte. Vielmehr versucht man den optimalen Reifegrad zu bestimmen. Dieser ist erreicht, wenn 20 bis 30 Prozent der Körner schwarz sind und der Wassergehalt zwischen 10 und 12 Prozent liegt. Ist dieser höher, hat das für den Landwirt Trocknungskosten zur Folge. Liegt der Wassergehalt unter 10 Prozent, ist die Gefahr gross, dass die Schoten bei der Ernte zu früh platzen und die Körner auf den Boden fallen. Geerntet wird mit Mähdreschern. Diese Arbeit verlangt vom Fahrer grosses Können, damit die Verluste möglichst gering gehalten werden können.
