Mais
Der Mais wurde im Jahre 1493 durch Christoph Kolumbus von Amerika nach Europa gebracht. Nur dank neuer, weniger kälteempfindlicher Sorten wurde der Maisanbau bei uns ab 1960 möglich. Er wird vor allem als Futterpflanze angebaut.
Auf jeder Maispflanze wächst mindestens ein Maiskolben, auf dem sich, je nach Sorte, 6 bis 20 Linien mit Körnern befinden. Auf jedem Kolben sind 200 bis 400 Körner vorhanden. Diese Anzahl hängt von Sorte und Klima ab.
Mais ist eine so genannte C4-Pflanze. Im Gegensatz zu den meisten anderen C3-Pflanzen ist die Photosynthese effizienter.
Mais ist eine bis drei Meter hohe, zu den Süssgräsern gehörende Getreidepflanze, deren Anbau sich über die ganze Erde verbreitet hat. In der Schweiz wird er hauptsächlich als Futterpflanze angebaut. Verwendet werden entweder die ganzen Pflanzen als Grün- oder Silofutter, die Kolben oder nur die Körner. Es werden sehr viele Sorten angebaut, die nach ihren Eigenschaften in Gruppen zusammengefasst werden:
Die Bauern in der Schweiz brauchen den Mais hauptsächlich zur Fütterung. Dabei unterscheidet er zwischen Silomais, bei dem die ganze Pflanze siliert wird, und Körnermais, wo die getrockneten Körner gemahlen und verfüttert werden. Der Mais ist bei den Bauern beliebt, weil er ein gutes Futter ist und im Vergleich zu Kartoffeln und Rüben sehr wenig Arbeit bei hohen Erträgen gibt.
Hartmais (Hornmais) mit hartschaligen Körnern, deren Nährgewebe aussen verhornt ist; kleinkörnige Spielarten dieser Gruppe werden als Perlmais bezeichnet.
Zahn- oder Pferdezahnmais mit stark zusammengeschrumpften, pferdezahnähnlichen Körnern; zu dieser Gruppe gehören die ertragreichsten Sorten der USA.
Weichmais (Stärkemais) mit Körnern, deren Nährgewebe völlig unverhornt und schneeweiss ist.
Zuckermais mit zuckerreichen Körnern. Diese Maiskörner werden zur Herstellung von Brotmehl (in Südeuropa, Teilen von Afrika und Amerika) und zur Gewinnung von Maisstärke (Maizena, Mondamin) benutzt, in Italien als Grütze zur Bereitung des Nationalgerichts Polenta.

