Schweizer Landwirtschaft -

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Natürliche Schädlings- und Krankheitsbekämpfung

Eine der besten Massnahmen, um Schädlinge und Krankheiten in Schach zu halten, ist eine geregelte Fruchtfolge. Durch eine wohl überlegte Reihenfolge der Kulturen kann verhindert werden, dass sich die Schädlinge und Krankheiten explosionsartigen ausbreiten. Doch auch die beste Fruchtfolge ist kein Garant für absolut krankheits- und schädlingsfreie Pflanzen. Während ein Bauer, der den ökologischen Leistungsnachweis (ÖLN) erbringt, in einem allzu starken Befallsfall auf chemische Mittel zurückgreifen kann, ist ein Biobauer vollständig auf natürliche Bekämpfungsmittel angewiesen. Ausser der Fruchtfolge bildet auf einem Biohof unter anderem die Wahl von krankheitsresistenten Sorten und eine zurückhaltende Düngung die Grundlage der Krankheits- und Schädlingsregulierung. Um die Pflanzen zu stärken und Schädlinge abzuwehren, verwenden die Biobauern verschiedene pflanzliche und mineralische Mittel: So wirken Rainfarn- und Wermuttee gegen einige Insektenarten, ein Blacken-Wurzel-Extrakt gegen eine bestimmte Art von Pilz (Echte Mehltau-Pilze) und Algen-Extrakte fördern das Wachstum der Pflanzen. Im Kampf gegen Schadorganismen werden zudem häufig Nutz-Insekten und Raubmilben eingesetzt: So etwa der Marienkäfer gegen Läuse oder die Schlupfwespe gegen Weisse Fliegen im Gewächshaus. Gegen Pilzkrankheiten im Obst-, Reb- und Kartoffelbau hat der Biobauer zudem die Möglichkeit, spezielle Pilz-Regulierungsmittel einzusetzen: Zugelassen sind etwa Schwefel, Tonerdemehle oder in beschränktem Mass Kupferpräparate.

Natürliche Massnahmen zur Regulierung von Schädlingen und Krankheiten werden nicht nur im Bio-Landbau sondern auch beim ÖLN-Programm grossgeschrieben. So darf ein Bauer, welcher nach den ÖLN-Richtlinien produziert, erst zu chemischen Mitteln greifen, wenn die natürlichen Regulationsvorgänge nicht zum gewünschten Ziel führen.

 

Weitere Infos

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