Europäische Freihandelszone EFTA
Die europäische Freihandelsassoziation (EFTA: European Free Trade Association) ist eine Freihandelszone in Europa. Sie wurde 1960 gegründet. Ziel war die Förderung von Wachstum und Wohlstand der Mitgliedstaaten und die Vertiefung des Handels und der wirtschaftlichen Zusammenarbeit. Zudem sollte sie ein Gegengewicht zur Europäischen Gemeinschaft und deren wirtschaftlichen und politischen Zielen sein. Die Gründungsmitglieder der EFTA waren Österreich, Grossbritannien, Schweden, Dänemark, Norwegen, Portugal und die Schweiz. Heute sind nur noch Norwegen, Island, Liechtenstein und die Schweiz in der EFTA zusammengeschlossen. Die EFTA-Staaten, mit Ausnahme der Schweiz, bilden zusammen mit den Mitgliedern der Europäischen Union den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR).
Im Zentrum des EFTA-Abkommens steht der Zollabbau für industrielle Produkte. Jeder Staat hat daneben seine eigenen Zolltarife gegenüber Drittländern und seine eigene Wirtschaftspolitik. Die Landwirtschaft und der Arbeitsmarkt werden nicht von der Freihandelszone beeinflusst.
Die EFTA-Staaten haben als Gruppe insgesamt 23 Freihandelsabkommen mit mittel- und osteuropäischen Ländern, den Mittelmeerstaaten, aber auch südamerikanischen und asiatischen Ländern abgeschlossen. Diese Freihandelsabkommen sind für die Schweizer Exportwirtschaft von nicht zu unterschätzenden Bedeutung: Die EFTA-Freihandelsabkommen decken heute sieben Prozent der Schweizer Exporte ab.
