Gentechnologie
Bis heute werden in der Schweizer Landwirtschaft keine gentechnisch veränderten Pflanzen eingesetzt werden. Wird sich dies schon bald ändern? Immer lauter werden die Stimmen, die befürchten, dass die Schweiz ins Hintertreffen gerate, wenn sie nicht mit der internationalen Gentechforschung Schritt halte. Grundsätzlich wäre der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen bei uns aber nicht verboten. Nur hat bis anhin noch kein Konzern und kein Bauer ein Gesuch gestellt, um GVO-Pflanzen in der Schweiz zum Anbau einführen zu können.
Die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH) hat im Jahr 2004 in Lindau einen acht Quadratmeter grossen Freilandversuch mit Gentech-Weizen durchgeführt. Trotz massiven Protesten von Anwohner, Bauern und Umweltschützern konnte der Versuch zu ende geführt werden.
Gentechgegener befürchten, dass die Verwendung von Gentechnik-Pflanzen in der Schweiz zu riesigen Konflikten führen würde. Sie weisen in ihrer Argumentation immer wieder auf die kleinen Strukturen hin. Sie sind der Meinung, dass die Pollen der modifizierten Pflanzen gentechnikfreie Felder verunreinigen könnten. Zudem sind sie der Ansicht, dass ein totaler Verzicht auf Gentechnik die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Landwirte fördern würde. Das aus diesen Gründen geforderte fünfjährige Gentech-Moratorium lehnte das Parlament im Frühling 2005 ab. Wie es weiter gehen wird, entscheidet das Stimmvolk. Umfragen zeigen, dass eine überwiegende Mehrheit der Bevölkerung für ein Gentechmoratorium ist.