Schweizer Landwirtschaft -

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Ländliche Architektur

Die meisten Bauernhäuser in der Schweiz haben bereits sehr viele Jahre „auf dem Buckel“. Je nach Region unterscheidet sich die Bauweise und somit das Erscheinungsbild der Bauernhäuser sehr stark. Die Häuser im Oberaargau sind bekannt für ihre extrem grossflächigen und nur bis wenige Meter über dem Boden verlaufenden Dächer – früher häufig mit Stroh oder Schindeln gedeckt. Zudem zeichnen sich in dieser Gegend viele Bauernhäuser durch ihre imposante Grösse aus. Anders am Zürichsee: Hier findet man die typischen Rieghäuser, welche den Weinbauern als Haus gedient hatten. Zumeist wurden sie in zwei Wohnteile unterteilt. Im Waadtland wurden nach dem Einmarsch der Franzosen im Jahr 1800 prächtige, grosse Häuser errichtet. Im Gegensatz zu den Holzhäusern im Kanton Bern, wurden die waadtländer Bauernhäuser vornehmlich aus Stein gefertigt. Im krassen Unterschied stehen dazu die typischen Walliser Bauernhäuser aus dem 16. und 17. Jahrhundert: Während dieser Zeit wurden im Wallis vorwiegend kleine Wohnhäuser gebaut. Ein Mittelding zwischen dem Walliser und dem Waadtländer Haus ist das Bauernhaus aus dem Berner Oberland. Damit auch in schneereichen Wintern das Vieh sicher versorgt werden konnte, erstellte man hier eine Art Blockhaus, welches unter dem gleichen Dach Wohnteil, Stall und Heuraum vereinigt. Im Berner Oberland wurden die Fassaden der Häuser häufig mit kunstvollen Schnitzereien verziert.

Damit diese wahren Kulturschätze erhalten bleiben, wurden viele von ihnen unter Denkmalschutz gestellt. Und auch bei nicht unter Denkmalschutz stehenden Bauernhäuser wird bei der Bewilligung von Umbauten darauf geachtet, dass das äussere Erscheinungsbild nicht allzu stark verändert wird.

Ein Zeuge für die vielfältige Baukunst der Schweizer Bauern ist das Freilichtmuseum Ballenberg. Hier stehen viele für die jeweilige Region typische Häuser.

 

Weitere Infos

www.ballenberg.ch

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