Erlebnis pur bei der Visite im Stall
Im Rahmen des Projekts "Stallvisite" öffnen über 220 Milchbetriebe in der ganzen Schweiz für ein Jahr ihre Stalltüren für Besucher. Die Gäste erhalten bei einer Visite im Stall Einblicke in eine Welt, die vielen fremd geworden ist. Damit wollen die Bauern Verständnis schaffen und auch eine Lanze brechen für ihre Erzeugnisse und den Produktionsstandort Schweiz.
Stallluft schnuppern, dem Landwirt beim Melken zuschauen oder ein Kälbchen streicheln: All das bietet das Projekt Stallvisite der Kampagne "Gut gibt’s die Schweizer Bauern". Die Bauernfamilien wollen mit den offenen Stalltüren den Kontakt zwischen den Konsumenten und der Landwirtschaft fördern. Durch die direkte Begegnung erleben die Gäste die Nähe zum Tier und zum Produktionsort der Milch hautnah. Sie erhalten auf Fragen rund um die Milchproduktion und Tierhaltung kompetent Antwort vom Fachmann. Sämtliche Betriebe sind in einer handlichen Broschüre oder auf der Website www.stallvisite.ch aufgelistet. Flaggen und Tafeln weisen den Besuchern vor Ort den Weg. Stallregeln und Öffnungszeiten informieren über die Rechte und Pflichten.
Nähe zum Produzenten schafft Vertrauen
Die offenen Stalltüren laden die Konsumenten aus der Stadt und vom Land ein, in die faszinierende Welt der Bauernhöfe einzutreten. Nur noch etwa 3,5 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer leben auf einem Bauernhof. Damit haben immer weniger Leute einen direkten Bezug zur Landwirtschaft, während die emotionale und beziehungsmässige Distanz zwischen Stadt und Land laufend zunimmt. Das Projekt "Stallvisite" nimmt eine wichtige Brückenfunktion ein und trägt dazu bei, die Milchwirtschaft erlebbar zu machen und deren Bedeutung für unser Land und die Wirtschaft zu unterstreichen.
Eine Idee aus der Zentralschweiz erobert das ganze Land
Das Projekt "Stallvisite" hat seine Wurzeln in der Zentralschweiz. Das Interesse seitens der Bauern wie auch der Konsumenten am neuen Angebot war gross. Deshalb wurde die "Stallvisite" in die Basiskommunikation "Gut, gibt’s die Schweizer Bauern" aufgenommen und das Projekt auf die ganze Schweiz ausgeweitet. Getragen und finanziert werden die Organisation und die Kommunikation der "Stallvisite" von landwirtschaftlichen Organisationen und Sponsoren. Die Bauernfamilien als Gastgeber engagieren sich unentgeltlich für dieses Projekt.