Neue Wochenplanserie
Der SBLV lanciert eine neue Wochenplanserie: Neu bildet ein Schweizer Brauch oder ein Tag, der für die Schweiz typisch ist, das Schwerpunktthema. Rezepte die zum Brauch oder dem speziellen Tag gehören, finden Eingang in den entsprechenden Wochenplan.
Als Neuheit findet sich in jedem Wochenplan ein Rezept für ein spezielles Getränk und ein Menu, das von Kindern zubereitet werden kann. Die Neuheiten sind im Wochenplan zum Herunterladen speziell markiert.
Tomatenfest in Genf
Warum beziehen wir uns für unseren Schwerpunkt des Monats September auf das Tomatenfest, welches schon im Juli stattgefunden hat? Wenn die Tomatenpflanzen gut gediehen sind und die Wetterlage gut ist, gibt es in unseren Gärten im September noch eine grosse Menge dieser ausgezeichneten „Gemüse-Früchte“, welche in der Küche zu zahlreichen Gerichten verarbeitet werden können. Die Tomate kommt ursprünglich aus Südamerika. Sie ist zuerst nur im Freiland gepflanzt worden, dann in Plastiktunneln, nachher in Glashäusern und auch hors-sol. Die Tomatentrauben oder runden Tomaten sind die geläufigsten Sorten, die Kirschentomaten (oder Cocktailtomaten), San Marzano und „Coeur de boeuf“ werden von den Konsumenten speziell geschätzt.
Seit ungefähr 10 Jahren kennt Genf sein Tomatenfest. Gegründet und organisiert wird es von der Genfer Gemüseunion (UMG). Es findet Mitte Juli statt. Das Land kommt dabei in die Stadt, zum Sitze der UMG in Carouge. Dort begegnen sich Produzenten und Konsumenten. Einen grossen Beitrag zur festlichen Stimmung leisten die wertvollen Genfer Produkte, die Freude über das gemütliche Zusammensein und der freie Zutritt zur Fête de la tomate.
Ein grosser Markt mit Produkten, welche auf die Jahreszeit abgestimmt sind, wird von den Genfer Bäuerinnen und Landfrauen betreut. Dort können die Besucher zahlreiche Tomatensorten und ein Riesen-Gaspacho degustieren.
Weitere interessante Spezialitäten können ebenfalls degustiert werden: Die Karden aus Plainpalais, Fleischwurst aus der Ajoie, Greyerzer und Etivaz-Käse, die Longeole (Genfer Wurstspezialität), Weine… genug um allen Gaumen gerecht zu werden.
Die wichtigste Produktion der Genfer Landwirtschaft, der Gemüsebau bietet ungefähr 300 Arbeitsplätze und generiert einen jährlichen Umsatz von ca. 45 Millionen Franken. Dank der Produktion unter Glas kann die Produktionszeit von April bis November verlängert werden, aber die einheimische Produktion wird vom Import konkurrenziert, da diese Tomaten trotz den langen Transportwegen noch billiger sind. Die Schweiz importiert ungefähr 32'000 Tonnen Tomaten pro Jahr. Die Genfer Produzenten produzieren rund 5'000 Tonnen und etwa 15 Sorten, welche die Nachfrage des Kantonsgebietes während der Hauptsaison decken.
Die Tomaten kann man roh oder gekocht essen. Der Geschmack hängt vom Zucker- und Säuregehalt ab und wird auch stark beeinflusst von den Bedingungen während der Reifezeit.




