Die Herbstsonntage
Der Kanton Schaffhausen weist im Klettgau den grössten zusammenhängenden Rebberg der Deutschschweiz aus. Neben Riesling&Sylvaner und vielen Spezialsorten wird vor allem Blauburgunder angebaut.
In den Trotten wurden schon zu früheren Zeiten nicht nur Trauben gepresst; sie dienten auch gesellschaftlichen Anlässen und behaglichen Zusammenkünften, die mitunter in echten Trinkgelagen ausarteten.
In der Zeit als im Klettgau die Herbstfeste aufkamen, wurde zum Beispiel die Bergtrotte Osterfingen stilgerecht restauriert. Im Herbst 1959 fand dort das erste Trottenfest statt, wo beim Liederklang der Dorfvereine mit Sauser und Würsten kräftig gefeiert wurde.
Die Herbstsonntage haben im Kanton Schaffhausen einen grossen Stellenwert. An den Wochenenden von Ende September bis Mitte Oktober weicht die dörfliche Ruhe fröhlichem Treiben, da verwandeln sich die Orte in riesige Festplätze. Scheunen- und Festwirtschaften, Kellereibesichtigungen, Degustationen, Selbstgebackenes, Weinproben, musikalische Unterhaltung, allerlei Attraktionen und Rössliwagenfahrten locken jeweils viele Gäste aus Nah und Fern. Die Dörfer werden herausgeputzt und mit reichhaltigem Schmuck versehen.
Meistens sind es die Vereine, die ein spezielles Beizli führen. Viele Dörfer bieten eine Ausstellung an, jedes Jahr wird ein anderes Motiv thematisiert, was sehr viel Arbeit bedeutet. Die Landfrauen backen Bauernbrot und bieten viele hausgemachte Spezialitäten an. Fast das ganze Dorf ist jeweils auf den Beinen, um die Herbstsonntage für die Besucher zu einem unvergesslichen Erlebnis werden zu lassen.







