Muettertag – wer häts erfunde ?
Vor mehr als 100 Jahren, am 9. Mai 1907, verteilte Anna Jarvis als Ehrung aller Mütter auf der Welt erstmals 500 weisse Nelken. Der moderne Muttertag war geboren. Lange vorher feierten bereits die alten Römer und Griechen Festivitäten zu Ehren der Mütter ihrer Götter. Frau Jarvis gelang es, aus einer persönlichen Geste zum Todestag ihrer eigenen Mutter eine weltweite Bewegung zu machen. Als der amerikanische Präsident Wilson 1914 offiziell einen nationalen Muttertag proklamierte, verbreitete sich die Idee in rasantem Tempo auf der ganzen Welt. In Deutschland wurde der erste Muttertag am 13. Mai 1923 begangen, eingeführt vom Verband Deutscher Blumengeschäftsinhaber. Traurig und zornig musste die Initiantin erleben, dass ihre gut gemeinte Idee zunehmend durch Kommerz ausgehöhlt wurde.
Praktisch überall wird der Muttertag im Mai gefeiert. Ein eigentlicher "Vatertag" hingegen ist weit weniger verbreitet. Obwohl seit 1910 in den USA gefeiert, hat er nie die Bedeutung des Muttertags erlangt. Vor allem in Nord- und Ostdeutschland wird er als veritable "Beizentour", bei der selbstverständlich nur Männer mitmachen dürfen, jeweils an Christi Himmelfahrt zelebriert. Seit 1955 wird in Oesterreich am 2. Sonntag im Juni ein Vatertag gefeiert, an dem die Väter mit Blumen und Kleinigkeiten beschenkt werden.
Für "unseren" Muttertag schlagen wir einen Brunch vor, bei dem schon die Kleinsten mithelfen können. Zusammen mit einer feinen Rösti – der Einfachheit halber aus rohen Kartoffeln – ist dies eine gemütliche Mahlzeit, die Frühstück und Mittagessen beinhaltet. Unsere Dekorationen lassen sich im voraus vorbereiten. Schliesslich soll es ja ein möglichst stressfreier Sonntag für alle werden!



