Ökologie
Jeder weiss, was Ökologie bedeutet. Muss der Begriff erklärt werden, sucht man aber oft nach den richtigen Worten.
- Ökologie ist die Wissenschaft von den Beziehungen der Lebewesen zu ihrer Umwelt. Da gehören wir Menschen doch auch dazu…
- Die Wechselbeziehungen zwischen den Lebewesen und ihrer Umwelt - ungestörter Haushalt der Natur. Gehören wir immer noch dazu? Sicher, aber verhalten wir uns auch richtig?
Das Wort selber stammt aus dem Griechischen: oikos heisst Haus – Haushalt und logos bedeutet Lehre.
Gibt man den Begriff; Ökologie bei Google ein, erhält man über 3210000 Treffer.
Die Ökologie nach Dudenangaben wird als Teildisziplin der Biologie genannt und in 3 Sparten unterteilt:
- Ökologie der Arten
Die sogenannte Autökologie befasst sich mit den Wechselwirkungen zwischen einer einzigen Art und ihrer Umwelt. Es ist klar, dass jedes Lebewesen nur innerhalb bestimmter Toleranzbereiche der jeweiligen Umweltfaktoren lebensfähig ist. - Ökologie der Fortpflanzungseinheit
In der Populationsökologie befasst man sich unter anderem mit den Wechselwirkungen zwischen einer einzigen Art und ihrer Umwelt. Es werden eher die quantitativen Aspekte innerhalb einer Population betrachtet. Zum Beispiel: Alterszusammensetzung, Geschlecht usw. - Ökologie der Lebensgemeinschaft
Synökologie untersucht biologische Systeme. Also die Räuber-Beute-Beziehung und Wirt-Parasit-Verhältnis.Die Arten werden dabei in Produzenten, Konsumenten und Destruenten eingeteilt. Und dies funktioniert letztendlich fast alles durch den Antrieb der Sonne.
Weiter gibt es verschiedenste Teildisziplinen der Ökologie, etwa die Tierökologie, Pflanzenökologie usw.
Ökologie wurde innerhalb kurzer Zeit zur Leitwissenschaft.
Indem das Wort Ökologie aber Eingang in die tägliche Umgangssprache fand, veränderte sich dessen Bedeutungsinhalt, so dass Ökologie zum Teil gleichbedeutend mit umweltverträglich, sauber, rücksichtsvoll, gut verwendet wird. Durch die Abkürzung entstanden Wörter wie Ökobauer, Ökostrom usw.
Selbst wenn "Öko" zu Marketing benutzt wird, zeigt es das Vordringen des Nachhaltigkeitsprinzips in den Lebensalltag auf.
Das Wort ist vielleicht eher die Theorie, aber wie sieht es in der Praxis aus? Wie weit leben wir im Alltag die Ökologie? Sich ökologisch zu verhalten ist gar nicht so schwer. Jeder sollte bei sich selber beginnen und überlegen wo und wie man die Ökologie in den Alltag einbauen kann. Das können Kleinigkeiten sein. Wenn sich alle beteiligen, ist die Wirkung gross - ein Meer besteht aus vielen Wassertropfen!
Die Landwirte werden immer wieder mit neuen Forderungen nach mehr Ökologie in der Landwirtschaft konfrontiert. Die Konsumenten fordern günstige Nahrungsmittel und doch sollte die Produktion umwelt- sowie tiergerecht und dann erst noch billig sein.
Eine umweltfreundliche Landwirtschaft kostet leider mehr als der Konsument sich vorstellt und zu bezahlen gewillt ist.
Wenn sich jeder und jede an die Grundregeln der Ökologie hält, geht es der Bezie-hung zwischen Lebewesen und der Umwelt schon viel besser. Beginnen wir heute – kochen wir saisonal passende Gerichte aus regionalen Zutaten!
Die Frauen des Schweizerischen Bäuerinnen und Landfrauenverbandes bieten mit den entsprechenden Menuplänen und Rezepten einen einfachen Einstieg!