ÖLN : eine unbekannte Abkürzung
Den ÖLN kann man nicht essen und trotzdem ist er wichtig für eine gesunde Ernährung der schweizerischen Bevölkerung. Entdecken Sie doch mit dem SBLV (Schweizerischer Bäuerinnen- und Landfrauenverband), warum das so ist!
In der Schweiz wird die Landwirtschaft durch eine sehr strikte Reglementierung geleitet (z.B. die Landwirtschafts- und Tierschutzgesetze und die dazu gehörenden Verordnungen) Resultat: eine konventionelle Landwirtschaft gibt es in der Schweiz praktisch nicht mehr. 98% der Betriebe werden nach der integrierten Methode (heute genannt ÖLN=ökologischer Leistungsnachweis) oder nach der biologischen Methode (ca. 10% der Betriebe) bewirtschaftet. Die beiden Richtungen haben ihre Pflichtenhefte, welche durch öffentliche Amtsstellen oder Berufsorganisationen kontrolliert werden. Diese enthalten: Verbot oder Beschränkung gewisser Produktionsmittel: Dünger, Pestizide, Herbizide; die letzteren sind in der BIO-Produktion verboten, was die pflanzliche BIO-Produktion sehr erschwert. (Arbeitskräfteintensiv=zu teure Produktion in der Schweiz). So beschränkt sich die BIO Methode vor allem auf die Gründlandbetriebe (90%). Dort ist das Unkrautproblem viel unproblematischer.
- Für Sie, liebe KonsumentInnen, bedeuten die obenerwähnten Punkte: beim Kauf eines Nahrungsmittels aus Schweizer Produktion – ob pflanzlichen oder tierischen Ursprungs - , erhalten Sie ein qualitativ hochstehendes Produkt aus nicht konventioneller Landwirtschaft.
- Das ist nicht alles : die Schweizer Produzenten (BIO undÖLN) reservieren heute 11% ihrer landwirtschaftlichen Fläche für ökologische Kompensationsflächen, was unter anderem erlaubt, die Artenvielfalt zu erhöhen.
- Kommt dazu: keine Monokulturen, welche Umwelt schädigend sind, da alle Ackerbaubetriebe vier verschiedene Kulturen anpflanzen müssen (z.B. Weizen, Zuckerrüben, Raps, Sonnenblumen).
