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Forschertreffen gegen die Varroamilbe

09.11.2010 - (lid) – Wissenschaftler aus aller Welt haben sich letzte Woche in Magglingen getroffen, um mögliche Lösungen im Kampf gegen die Varroamilbe, den grössten Schädling für die Imkerei, evaluieren.

Erstmals seit der Verbreitung der Varroamilbe in Europa vor 30 Jahren habe man alle Experten auf dem Gebiet zusammenzubringen, schreibt die Forschungsanstalt Agroscope ALP. Man wolle die Forschung künftig durch Kooperation stark beschleunigen.

Kurzfristig wolle man rasch neue Substanzen zur chemischen Bekämpfung entwickeln und die Anwendung bekannter Substanzen optimieren, heisst es weiter. Langfristig gehe es darum, nachhaltige Lösungen zu finden mit biologischer Bekämpfung durch natürliche Feinde wie etwa pathogene Pilze. Ferner müsse die Reproduktion der Milbe noch weiter erforscht werden. Dafür ist ein interdisziplinäres Forschungsprojekt geplant. Keine Priorität hat hingegen die Zucht von varroatoleranten Bienen. Dafür sei der Stand der Forschung zu wenig weit.

Die Bekämpfung der Varroamilbe, die fast weltweit verbreitet ist, sei von „sehr grosser Bedeutung“. Immerhin habe die ökonomische Bestäubungsleistung der Bienen weltweit einen Wert von 153 Milliarden Franken pro Jahr. Dazu komme der ökologische Wert durch die Erhaltung der Biodiversität, schreibt Agroscope ALP.

 

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