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EU-Kommission will Milchproduzenten stärken

28.10.2010 - (lid) – Die EU-Kommission will die Position der Milchbauern in der gesamten Vermarktungskette stärken und hat dazu Vorschläge erarbeitet.

Neu sollen EU-Mitgliedstaaten die Möglichkeit haben, eine Verpflichtung zum Abschluss von schriftlichen Verträgen zwischen Milchproduzent und Verarbeiter einzuführen, wie der Deutsche Bauernverband schreibt. In den Verträgen sollen zentrale Punkte wie Liefermenge, Milchpreis und Vertragslaufzeit festgehalten werden. Weiter sollen sich Landwirte zu Erzeugergemeinschaften zusammenschliessen dürfen, damit sie ihre Verhandlungsposition stärken können. Dies war bisher nicht in jedem EU-Staat möglich. Mitgliedstaaten sollen ausserdem die Möglichkeit haben, Branchenorganisationen anzuerkennen. Diese Organisationen sollen aber nicht das Recht haben, den Milchpreis festzusetzen. Die EU-Kommission sieht diese Forderung einiger Staaten als zu grossen Wettbewerbseingriff an.

Begrüsst wurden die Vorschläge von den Dachverbänden der EU-Bauern und ihrer Genossenschaften (Copa/Cogeca), wie aiz.info schreibt. Der Vorschlagsentwurf sei eine Antwort auf Forderungen der Dachverbände nach einer besseren Stellung der Landwirte in der Lebensmittelkette.

 

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