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EU: Direktzahlungen bleiben lebenswichtig

19.10.2010 - (lid) – Direktzahlungen sind für die EU-Landwirtschaft existenziell wichtig. Zu diesem Schluss kommt eine Studie von deutschen und niederländischen Wissenschaftlern im Auftrag der EU-Kommission.

Die Studie mit dem Titel "Secenar 2020-II " zeigt auf, welche Folgen eine Reduktion des EU-Agrarhaushalts um 20 Prozent, eine Absenkung der Direktzahlungen um 30 Prozent, eine Verdopplung der Mittel für die zweite Säule der GAP und ein Abbau des Aussenschutzes um mehr als 50 Prozent hätte. Bereits dieses Szenario würde laut den Forschern umfassende Betriebsaufgaben bewirken. So würden 40 Prozent der landwirtschaftlichen Unternehmen in den neuen EU-Mitgliedstaaten und 25 Prozent in den alten ihre Tätigkeit einstellen, heisst es in der Studie laut dem Agrarpressedienst AIZ. Ein Rückgang der Landnutzung und die Aufgabe der Bewirtschaftung von Grenzstandorten wären eine Konsequenz. Die Rinderhaltung würde um geschätzte 10 Prozent abnehmen, und das trotz der weltweiten Nachfragesteigerung bei Fleisch. Auch die Umweltsituation würde sich verschlechtern.

"Die Studienergebnisse zeigen deutlich, dass auch künftig einkommenswirksame Direktzahlungen vonnöten sind, um das erfolgreiche europäische Landwirtschaftsmodell nicht von Grund auf zu gefährden", zitiert AIZ den Generalsekretär des Bayerischen Bauernverbandes Hans Müller. "Betrachtet man die jetzt durchgesickerten Pläne, dann hat die EU-Kommission dies nicht angemessen berücksichtigt."

 

 

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