Schweizer Landwirtschaft -

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BLW-Strategie: Kritik und Lob von den Verbänden

27.08.2010 - (lid) – Der Schweizerische Bauernverband bescheinigt dem Strategiepapier „Erfolg mit Nachhaltigkeit“ des Bundesamtes für Landwirtschaft zahlreiche gute Strategie- und Handlungsansätze. Allerdings werde die aktuelle wirtschaftliche Situation der Landwirtschaft verharmlost.

Die Agrarpolitik müsse künftig so ausgerichtet sein, dass die Bauernbetriebe ein Einkommen erzielen könnten, dass ihrer Arbeitsleistung entspreche. Ferner sei es störend, dass das BLW den aktuellen Grenzschutz als nicht vereinbar mit internationalen Abkommen bezeichne. Dass die Schweiz hier als Winkelried vorpresche sei umso unsinniger, als sich Russland mit seinem aktuellen Exportverbot nicht um geltende Abkommen schere. Ferner berücksichtige das BLW die Weiterentwicklung der bilateralen Beziehungen als eine Alternative zum Agrarfreihandel mit der EU gar nicht. Der Bauernverband vermisst in dem Papier das Ziel der Ernährungssouveränität und fordert eine konsistente Deklaration der Herkunft Schweiz in die Qualitätsstrategie.

Begrüsst wird das BLW-Papier von der Agrarallianz, einer Plattform von Umwelt-, Konsumenten- und Bauernverbänden, von Bio Suisse und vom Schweizer Tierschutz. Die Agrarallianz begrüsst, dass Mankos beim Erhalt des Kulturlandes, bei der Biodiversität und beim Tierwohl benannt würden und behoben werden sollen. Die Umsetzung müsse dann zeigen, ob es nicht beim Lippenbekenntnis bleibe. Auch Bio Suisse ist dieser Meinung und verlangt zudem einen Aktionsplan für den ökologischen Anbau. Bio verzeichne im Lebensmittelmarkt zwar wachsende Marktanteile, aber die Inlandproduktion vermöge die Nachfrage nicht zu decken.

 

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