Schwacher Euro begünstigt Exporte der EU-Länder
09.06.2010 - (lid) - Die Exporte in Länder ausserhalb der EU werden laut dem Exportbarometer der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) in den kommenden Monaten zulegen. Der Handel innerhalb der EU hat dagegen bisher kaum unter der Schuldenkrise vieler EU-Staaten gelitten.
Das Exportbarometer wurde von der Beratungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers (PwC) erstmals im Auftrag BVE erstellt und am 9. Juni veröffentlicht, lässt die Agrarzeitung verlauten. Für das Exportbarometer hat PwC vom 29. April bis 21. Mai rund 400 Geschäftsführer und Exportleiter der deutschen Ernährungsindustrie befragt. "Die Euro-Schwäche gegenüber dem US-Dollar und anderen Fremdwährungen begünstigt zweifellos die Lebensmittelexporte nach Übersee", sagte Gerd Bovensiepen von PwC. Die Wechselkursentwicklung dürfe dennoch gegenüber der Konjunktur- und der Nachfrageentwicklung nicht überbewertet werden. Die Beurteilung der Exportsituation hänge nicht nur vom Zielland, sondern auch stark von der Branchenzugehörigkeit der Befragten ab. So bewertet die bereits sehr exportstarke Fleischwirtschaft ihre Lage zurückhaltender als die Bierbrauer.
Das statistische Bundesamt bestätigt die steigenden Exporte: die Exporte der deutschen Land- und Ernährungswirtschaft stiegen von Januar bis März 2010 im Vergleich zum Vorjahr um fast 4 Prozent auf 12 Mrd. Euro.