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FAO: Teure Grundnahrung trotz sinkenden Getreidepreisen

03.06.2010 - (lid) - Laut einem Bericht der UNO-Welternährungsorganisation FAO steigen die weltweiten Vorräte an Getreide dank Neupflanzung und steigender Produktion wieder an. Die Preise sinken dadurch wieder.

Die Grundnahrungsmittel ohne Getreidebasis wurden aber teuer, vor allem in den Entwicklungsländern, berichtet die Nachrichtenagentur SDA am 3. Juni. Die steigende Produktion wird sich laut dem "Food Outlook" auch 2011 weiter fortsetzen. Der Preisrückgang bei Getreide und Zucker dürfe allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Ausgaben für Nahrungsmittelimporte vor allem der ärmsten Länder weiter ansteigen. So soll sich der finanzielle Aufwand für Nahrungsimporte nach Berechnungen der UNO-Organisation im laufenden Jahr weltweit auf etwa 100 Milliarden Dollar belaufen. Das sei zwar weniger als im Jahr 2008 auf dem Höhepunkt der Nahrungsmittelkrise, aber etwa elf Prozent mehr als 2009. Verantwortlich dafür sind vor allem steigende Preise bei Milchprodukten, Pflanzenölen, Fisch und Fleisch.

Im Jahr 2009 litten erstmals weltweit mehr als eine Milliarde Menschen unter Hunger und Unterernährung. Auf einer dreitägigen "Ernährungskonferenz" der FAO einigten sich Vertreter aus den 192 Mitgliedsstaaten im November 2009 auf einen Fünf-Punkte-Plan gegen den Hunger. In diesem Papier wurden vor allem die im Jahr 2000 formulierten Millenniums-Ziele bekräftigt, in denen die Vereinten Nationen anstreben, den Hunger bis 2015 zu halbieren.

 

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