Schweizer Landwirtschaft -

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Weinbauverbände gegen EU-Agrarfreihandel

19.04.2010 - (lid) - Die Schweizerische Vereinigung für einen starken Agrar- und Lebensmittelsektor (Sals) hat drei neue Mitglieder aus dem Weinbausektor.

Neben dem Schweizer Weinbauernverband ist die "Fédération des caves viticoles vaudoises" und "Uvavins-Cave de La Côte" seit kurzem Sals-Mitglied. Diese neuen Mitgliedschaften zeigen gemäss Sals, dass ein Agrarfreihandelsabkommen mit der EU für die Schweizer Weinproduktion eine Gefahr sei. Dies, obwohl der Weinbau in kleinem Massstab der Vision der Bundesbehörden, die ein Agrarfreihandelsabkommen mit einer Qualitätsstrategie abfedern wollen, entspreche.

Der Weinmarkt sei zwar bereits stark liberalisiert, schreibt die Sals in einer Mitteilung. Das Zollkontingent von derzeit 170 Millionen Litern Wein pro Jahr fungiere jedoch derzeit als Puffer, weil der Import von viel grösseren Weinmengen aus Europa auf dem Schweizer Markt verhindert würde. Die EU, deren Produktion rund zwei Drittel der weltweiten Weinproduktion ausmache, gewährt laut Sals sowohl den Produzenten als auch den Verarbeitern erhebliche Subventionen. Die Verluste auf dem inländischen Markt könnten nur unzureichend durch zusätzliche Exporte kompensiert werden.

Der Selbstversorgungsgrad beim Wein in der Schweiz liegt bei etwa 36 Prozent. Exportiert wird indes nicht mal ein Prozent der Produktion.

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