Schweizer Landwirtschaft -

AKTUELL

Unbekannte Rebsorten im Graubünden gefunden

15.09.2009 - (lid) - Im Kanton Graubünden sind diesen Sommer rund 90 alte und unbekannte Rebsorten aufgespürt worden. Als einer der bedeutendsten Funde gilt die Sorte "Weisser Heunisch".

Die Rebsorte "Weisser Heunisch" wurde in Sils im Domleschg entdeckt, wie die Fachstelle für Weinbau in Landquart am Dienstag, 15. September 2009 laut der Nachrichtenagentur SDA mitteilte. Eine Rebsorte wurde entdeckt, die pro Trieb nur eine einzige Traube aufweist anstelle von üblicherweise zwei bis drei. Weiter wurde eine sehr spät reifende Traubensorte gefunden, die in Graubünden kaum zur Reife gelangt.

Spezielle Funde werden im Rebberg von Frümsen des Landwirtschaftlichen Zentrums St. Gallen gepflanzt und beobachtet. Initiiert worden ist die Suche vom Landwirtschaftlichen Bildungs- und Beratungszentrum Plantahof in Landquart in Zusammenarbeit mit der "Interessengemeinschaft Erhaltung alter Rebsorten". Hinter dem Projekt stehen nicht nur Nostalgie und Wahrung eines bis 2'000 Jahre alten Kulturgutes, sondern auch die Erhaltung genetischer Ressourcen. Moderne Züchter greifen auf der Suche nach bestimmten Eigenschaften wie die Resistenz gegen Krankheiten häufig auf Wildpflanzen oder alte Reben zurück.

Auch in anderen Kantonen wurde nach alten Rebsorten gesucht. In St. Gallen gingen in den Jahren 2003 bis 2006 total 233 Meldungen ein. Die wichtigsten Funde waren der Blaue und der Schwarze Muskateller, die Blaue Seidentraube und der Primitivo. Bei den Aktionen in Kantonen Zürich und Schwyz wurden 305 respektive 40 Standorte entdeckt.

Zurück

 

Suche AgroNews

Datum