Schweizer Landwirtschaft -

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GVO-Futtermais-Studie: Kein Handlungsbedarf

05.12.2008 - (lid) – Eine Studie aus Österreich hat dem schwelenden Streit um die Risiken der Gentechnik neuen Zunder gegeben. Schweizer Experten sehen keinen Handlungsbedarf.

In der Studie wurden gentechnisch veränderte Mais an Mäuse verfüttert. Ein Teil der Mäusepaare bekam in der dritten und vierten Generation weniger Nachwuchs als die Mäuse der Kontrollgruppe, die konventionellen Mais erhielten. Weil der betreffende Gentech-Mais in der EU bewilligt ist, in der Schweiz aber noch im Zulassungsverfahren steckt, fordert Greenpeace einen Stopp der laufenden Verfahren und einen Rückzug der bereits erteilten Bewilligungen.

Die Behörden sehen aber vorläufig keinen Handlungsbedarf. Eva Reinhard, Vizedirektorin im Bundesamt für Landwirtschaft, erklärte gegenüber dem LID, entscheidend sei vor allem, wie viele Menschen oder Tiere den betreffenden Produkten ausgesetzt seien. Die Mengen an importiertem Gentech-Mais seien minim. Man werde aber möglicherweise den Kontakt mit den Studienleitern aufnehmen, denn man könne die Ergebnisse bisher nicht einordnen.

Caspar Wenk, Professor für Ernährungsbiologie an der ETH Zürich, glaubt nicht, dass die Studie "eine relevante Aussage für die Volksgesundheit" liefere. Es handle sich um ein einzelnes Ergebnis, das man keinesfalls überbewerten dürfte. Er hält es auch für falsch, dass in der Schweiz der "Kopf in den Sand" gesteckt werde, anstatt dass Fütterungsversuche bewilligt würden.

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