Neue Wirkstoffe gegen Feuerbrand werden getestet
13.11.2008 - (lid) – Um den Feuerbrand zu bekämpfen, könnten neben dem Antibiotikum Streptomycin auch weniger gefährliche Stoffe zum Einsatz kommen. An einer internationalen Tagung in Vaduz wurde von hoffnungsvollen Ansätzen gesprochen.
Experten aus Deutschland, Österreich, Liechtenstein, Italien und der Schweiz arbeiten seit Mitte letzten Jahres im Rahmen des Interreg-Projekts "Gemeinsam gegen den Feuerbrand" an der Bekämpfung der hochansteckenden Krankheit, die ganze Obstplantagen vernichten kann. Die Fachleute trafen sich am 13. November zum Erfahrungsaustausch, wie die NAchrichtenagentur SDA schreibt.
Nach heutigem Erkenntnisstand biete derzeit allein das Antibiotikum Streptomycin einen guten Schutz vor Feuerbrand, erklärte Christian Scheer vom Kompetenzzentrum Obstbau Bodensee in Ravensburg (D) gegenüber den Medien. Der Einsatz von Streptomyzin ist aber problematisch und hoch umstritten, weil sich der Wirkstoff im Honig ablagert. Mögliche Stoffe wurden zunächst im Labor getestet. Bereits im Freiland untersucht worden ist der Einsatz von Calziumformiat, welches zur Konservierung in der Lebensmitteltechnologie verwendet wird. Zudem wurde die Wirkung eines Desinfektionsmittels untersucht.