Umfrageergebnisse bestätigen Bienensterben
04.07.2008 - (lid) - Im vergangenen Winter dürften von den 136'000 Bienenvölkern in der deutschen und räteromanischen Schweiz rund 20 Prozent dem Bienensterben zum Opfer gefallen sein. Dies zeigen Hochrechnungen des Vereins deutschschweizerischer und rätoromanischer Bienenfreunde (VDRB).
Somit war das Bienensterben in diesem Winter vergleichbar mit dem Vorjahr. Nicht alle Regionen waren vom Bienensterben gleich stark betroffen, berichtet die "Bienen-Zeitung" in ihrer aktuellen Ausgabe. Die Gründe für diese lokalen Unterschiede seien nicht bekannt. Zum ersten Mal wurden die Daten zu den Völkerverlusten direkt über das Internet erfasst. Insgesamt haben 323 Imker an der Umfrage teilgenommen. Damit ist laut VDRB das Ziel, Daten von 5 bis 10 Prozent (650 bis 1'300 aller im VDRB organisierten Imker) zu erhalten, noch nicht erreicht. Dennoch würden die Daten die Verhältnisse in der Schweiz widerspiegeln, denn an der Umfrage hätten Imker mit unterschiedlichen Völkerbeständen und aus allen Regionen der Schweiz teilgenommen.
Von den teilnehmenden Imkern hatte ein Viertel im vergangenen Winter überhaupt keine Verluste zu beklagen. Neun Imker gaben an, alle Völker verloren zu haben, 37 Imker (11 Prozent) verloren mindestens die Hälfte ihrer Völker. Bei 192 Imkern (60 Prozent) betrug der Verlust höchstens 15 Prozent. Laut VDRB ist heute unbestritten, dass die Varroamilbe fürs Bienensterben mitverantwortlich gemacht werden kann.
