Streptomycin: Zwei belastete Honigproben im Thurgau
02.07.2008 - (lid) - Seit Mai wird im Kanton Thurgau der Feuerbrand in Obstanlagen mit dem Antibiotikum Streptomycin bekämpft. Bisher sind zwei Honigproben gefunden worden, deren Streptomycin-Gehalt leicht über dem vom Bund festgelegten Interventionswert liegt.
Durch das Landwirtschaftsamt des Kantons Thurgau wurden über 700 Honigproben eingesammelt. Es handelt sich dabei um Honig, der von Bienen stammt, deren Standort im Umkreis von drei Kilometern von mit Streptomycin behandelten Obstkulturen liegt. Von 623 bisher untersuchten Honigproben konnten 334 nach einer Erstkontrolle freigegeben werden, zitiert die Nachrichtenagentur SDA das Departement für Inneres und Volkswirtschaft. Bei den übrigen wird eine aufwendigere Zweitkontrolle durchgeführt.
Bis jetzt wurden zwei Proben gefunden, deren Streptomycin-Gehalt leicht über dem Interventionswert liegt. Diesen Wert hat der Bund bei 0,01 Milligramm pro Kilogramm Honig festgelegt. Die bei zwei aus dem Oberthurgau kommenden Proben ermittelten Werte betragen 0,013 respektive 0,016 Milligramm pro Kilogramm.
Die Imker des beanstandeten Honigs müssen diesen auf Anweisung des Landwirtschaftsamtes jetzt vernichten. Der Schweizerische Obstverband entschädigt sie dafür mit dem Einstandspreis für Schweizer Bienenhonig.