Fenaco: Gegen Freihandel mit der EU
28.06.2007 - Die Fenaco stehe für eine produzierende Schweizer Landwirtschaft ein und wolle diese nachhaltig fördern. Das erklärte Lienhard Marschall, Präsident des Agrarunternehmens, anlässlich der Delegiertenversammlung vom 28. Juni in Lausanne. Agrarfreihandel mit der EU bezeichnete er als "politisches Abenteuer", das kategorisch abzulehnen sei.
(lid) – Die Fenaco stehe für eine produzierende Schweizer Landwirtschaft ein und wolle diese nachhaltig fördern. Das erklärte Lienhard Marschall, Präsident des Agrarunternehmens, anlässlich der Delegiertenversammlung vom 28. Juni in Lausanne. Um diesem Auftrag auch in Zukunft gerecht zu werden, würden jährlich über 150 Millionen Franken für neue Produktions- und Verarbeitungsbetriebe, für Logistik und das Marketing investiert. Es handle sich dabei um rationelle Betriebe, die der Schweizer Landwirtschaft langfristig dienen, hielt Marschall fest. In seiner Rede kam Lienhard Marschall auch auf das seit Monaten diskutierte Agrarfreihandelsabkommen mit der Europäischen Union zu sprechen. Dieses "politische Abenteuer" sei kategorisch abzulehnen, sagte der Fenaco-Präsident, denn eine solche Marktöffnung werde in erster Linie zu mehr Lebensmittelimporten führen, was den Preisdruck auf einheimische Produkte massiv erhöhen werde. Die Verarbeitung und Vermarktung von Schweizer Lebensmitteln würde ein solches Abkommen mittelfristig sehr schwierig machen, zeigte sich Marschall überzeugt.