Bauernverband: Vorläufiges Nein zu EU-Agrarfreihandel
22.06.2007 - Der Schweizer Bauernverband lehnt den Agrarfreihandel mit der EU vorläufig ab: Das Einkommen der Bauern, das durch die Agrarpolitik ohnehin schon sinke, würde mit einem Agrarfreihandelsabkommen noch halbiert.
(lid) - Der Schweizer Bauernverband lehnt den Agrarfreihandel mit der EU vorläufig ab. Das Einkommen der Bauern, das durch die Agrarpolitik ohnehin schon sinke, würde mit einem Agrarfreihandelsabkommen noch halbiert, erklärte die Spitze des Bauernverbandes am 22. Juni in Bern vor den Medien. Besonders hart würden die Ackerbaubetriebe und die Betriebe in Talregionen betroffen. Durch die WTO-Verhandlungen könnten die bäuerlichen Einkommen sogar bis zu 80 Prozent reduziert werden. Weil derzeit ein baldiger Abschluss der WTO-Verhandlungen aber nicht wahrscheinlich ist, lehnt es der Bauernverband ab, Agrafreihandel mit der EU aufzugleisen. SBV-Präsident Hansjörg Walter forderte den Bundesrat auf, die "rosa Brille" der Freihandelseuphorie abzulegen. Es gebe derzeit keinen Grund, ein Gesuch um Verhandlungen mit der EU zu stellen. Der Bauernverband sei allenfalls bereit, die Situatin erneut zu prüfen, wenn sich die Umstände verändern sollten.