Ein Drittel der Schweizer Pilze gefährdet
03.09.2007 - (lid) - Ein Drittel der rund 3'000 Grosspilzarten in der Schweiz ist gefährdet. Dies zeigt eine erstmals veröffentlichte Rote Liste, welche die Eidgenössische Forschungsanstalt WSL im Auftrag des Bundesamts für Umwelt (BAFU) erarbeitet hat. Laut der Nachrichtenagentur SDA umfasst die Liste 937 gefährdete Pilzarten.
Gefährdet sind hauptsächlich Arten, die in Mooren und ungedüngten Wiesen und Weiden wachsen, wie das BAFU am Montag, 3. September mitteilte. Die Lebensräume der Pilze werden vor allem durch die Intensivierung der Landwirtschaft, durch Bautätigkeit oder durch Luftschadstoffe eingeschränkt. Kleiner ist der Anteil der gefährdeten Arten, die im Wald vorkommen. Dies hängt laut BAFU damit zusammen, dass der Schweizer Wald seit über 100 Jahren zurückhaltend genutzt sowie kleinflächig und oft naturnah bewirtschaftet wird. Um das Überleben der gefährdeten Pilzarten zu sichern, will das BAFU weiterhin an Massnahmen wie zeitlichen Sammelbeschränkungen, lokalen Sammelverboten, Gewichtsbeschränkungen und Schutzzonen festhalten.